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Wien Informationen
Wien – ehrwürdig alt & aufregend jung
Mit einer gelungenen Mischung aus imperialer Tradition und aktueller Kreativität platziert sich
Österreichs Hauptstadt erfolgreich auf dem touristischen Weltmarkt. Wien wurde 2009 von 4,4 Millionen
Gästen besucht, die hier insgesamt 9,8 Millionen Nächte verbrachten. Dieses Ergebnis an Gästenächtigungen
lag um 3,8 Prozent unter dem Rekordwert von 2008. Wien verzeichnete damit in einem Jahr mit äußerst
schwierigen Rahmenbedingungen sein bisher zweitbestes Nächtigungsergebnis. Als internationale
Kongressdestination rangiert Wien weiterhin auf Platz eins (ICCA) weltweit.
Wien ist nicht nur Bundeshauptstadt von Österreich, sondern gleichzeitig auch eines seiner neun Bundesländer.
Der von den Einwohnern als Zentrum betrachtete Stephansdom liegt 16º 22’ 27’’ östlich von Greenwich auf
48º 12’ 32’’ nördlicher Breite und 171 m Seehöhe. Das 415 km² große Stadtgebiet ist in 23 Bezirke geteilt,
und beinahe die Hälfte davon besteht aus Grünland. Damit hat Wien den größten Grünanteil unter den
europäischen Metropolen. Er umfasst neben „städtischem Grün“ wie etwa dem Stadtpark (mit dem
meistfotografierten Motiv der Stadt, dem goldenen Johann-Strauß-Denkmal), der Wald- und Wiesenlandschaft
des Praters oder dem weitläufigen Schönbrunner Schlosspark auch Teile des Wienerwaldes, Weingärten und
Gemüsefelder sowie Aulandschaften der vielbesungenen Donau. Die Temperatur steigt in Wien im Sommer selten
über 30º C , im Winter fällt sie ebenso selten unter - 5º C.
Vom Römerlager zur Hauptstadt der Republik
Die Geschichte Wiens reicht noch weiter zurück, aber 15 v. Chr. rückte sie erstmals ins Rampenlicht,
als die Römer das Militärlager Vindobona gründeten. Erstmals wird Wien 1137 urkundlich als Stadt erwähnt,
um 1155 machen es die Babenberger-Herzöge zu ihrer Residenz, und ab 1278 regieren für 640 Jahre lang die
Habsburger. Das heutige Bild der Stadt wird vor allem im Barock, besonders während der Regentschaft von
Kaiserin Maria Theresia, geprägt, und von Kaiser Franz Joseph I., der 1857 die Stadtmauern schleifen und
danach die Ringstraße als Prachtboulevard anlegen ließ. Er stirbt nach 68-jähriger Regierungszeit mitten
im 1. Weltkrieg, 1918 wird Wien zur Hauptstadt der Republik Österreich. Nach dem „Anschluss“ Österreichs
an Hitler-Deutschland 1938 ist Wien „Reichsgau“ und wird 1945 wieder Hauptstadt der Republik Österreich.
Neben New York, Genf und Nairobi ist sie seit Jahrzehnten einer der vier Sitze der Vereinten Nationen,
seit 1979 beherbergt von der sogenannten UNO-City am Ufer der Neuen Donau. 1995 trat sie in den Kreis
der EU-Hauptstädte.
Sightseeing: Kaiser-Romantik und Kunst von Weltrang
Seine touristische Attraktivität verdankt Wien der spannungsreichen Verbindung von kaiserlich-nostalgischem
Flair und hochkreativer Kulturszene, die mit den aktuellsten Trends ebenso aufwartet wie mit der
verantwortungsvollen Pflege eines kostbaren Erbes und liebenswerter Traditionen. Die Architektur aus der
Donaumonarchie prägt das Erscheinungsbild: Prunkbauten, vor allem aus dem Barock, dem Historismus
(„Ringstraßenstil“) und dem Jugendstil und die großzügige Gesamtanlage der Stadt lassen vergessen, dass
es sich um die Hauptstadt der kleinen, nur 8,4 Millionen Einwohner zählenden Republik Österreich
handelt – man schwelgt immer noch in der romantischen Kaiserstadt.
Nicht nur die vielen Bauten aus imperialer Zeit machen Wien zu einer Stadt voll Schönheit und Kunst: Museen,
Sammlungen und Kunstwerke von Weltrang sind hier zu sehen. Etwa das Kunsthistorische Museum mit der weltweit
größten Sammlung an Bruegel-Gemälden oder die vielen Werke Gustav Klimts und Egon Schieles im Belvedere und
im Leopold Museum im MuseumsQuartier. Seit 2001 ist die Kunststadt Wien um diese Attraktion von Weltrang
bereichert. Im Stadtzentrum, in nächster Nähe zu renommierten Museen, eröffnete auf einem Areal von 45.000 m²
das MuseumsQuartier. Es ist eine architektonisch faszinierende Verbindung eines Barockbaus (den ehemaligen
Hofstallungen des Kaiserhauses) mit zukunftsweisender Baukunst der Architekten Ortner & Ortner. Mit
60.000 m² Nutzfläche auf bis zu acht Ebenen ist es auch eines der zehn größten Kulturzentren der Welt und
wartet mit einem einzigartigen Angebots-Mix auf.
Zu den Highlights zählen: das schon erwähnte Leopold Museum mit der weltgrößten Sammlung von Schiele-Gemälden
und Werken berühmter österreichischer Maler der Moderne wie Klimt, Kokoschka und Gerstl, das Museum moderner
Kunst (Mumok), das Architekturzentrum Wien und die Kunsthalle Wien. Zwei Festivalhallen (für 1.000 bzw. 300
Besucher) werden von prominenten Veranstaltern wie den Wiener Festwochen und den Internationalen Tanzwochen
Wien sowie für Konzerte genutzt. Ein Kindermuseum, ein Kindertheater, ein Info-Center für Youngsters und
eine Reihe attraktiver Restaurants, Cafés und Shops machen dieses Kulturzentrum zum Vergnügen für jeden,
auch für den kleinsten oder hungrigsten Besucher.
Die Albertina ist die größte grafische Sammlung der Welt mit 60.000 Zeichnungen, rund 1 Million Druckgrafiken
und einer umfangreichen Fotografie- und Architektursammlung. Sie wurde nach mehrjährigen Umbauarbeiten als
modernes Ausstellungshaus im März 2003 wieder eröffnet. Nach dem Kunstgenuss kann man sich im Restaurant
„Do & Co Albertina“ kulinarisch verwöhnen lassen.
Seit März 2004 hat Wien eine weitere „Fünf-Sterne“-Sehenswürdigkeit: Das Liechtenstein Museum kehrte nach
Wien zurück und präsentiert sich als Ort barocker Lebenslust. Bis zum Zweiten Weltkrieg war die hervorragende
Kunstsammlung der Fürsten von Liechtenstein in Wien beheimatet. Mit der Eröffnung des Liechtenstein Museums
im restaurierten barocken Gartenpalais der Fürstenfamilie sind wieder über 200 Bilder, Skulpturen und
Objekte aus der fürstlichen Kunstkammer an ihrem ursprünglichen Standort zu bewundern. Neben einer der
größten Rubens-Sammlungen der Welt kann man zentrale Werke von van Dyck, Lucas Cranach und Raffael sowie
Rembrandt, van Ruysdael und Hamilton genießen. Erstmals ist die prachtvolle Bibliothek des Palais zu
besichtigen, ein weiteres Highlight sind die einzigartigen Fresken von Johann Michael Rottmayr.
Am 24. April 2004, 150 Jahre nach der Hochzeit von Kaiserin Elisabeth (1837–1898) mit Kaiser Franz Joseph
I., eröffnete in der Wiener Hofburg das Sisi Museum. Zu den Highlights der ausgestellten Objekte zählen
neben einer Vielzahl persönlicher Elisabeth-Gegenstände die Rekonstruktion des Polterabendkleides der jungen
Braut, ihr Morgenmantel sowie Sonnenschirm, Fächer und Handschuhe der Monarchin. Eine begehbare
Rekonstruktion des luxuriösen Hofsalonwagens der reiselustigen Kaiserin ist ebenfalls zu sehen.
Events: Stadt der Musik und der aktuellen Szene
Der hohe Stellenwert, den man hier der Kunst stets einräumte, förderte zu jeder Zeit die heimische
Kreativität und zog Fremde an. 50 Theater, vier Opernhäuser und mehrere Musical-Bühnen, über 100 Museen,
zahlreiche Galerien sowie renommierte Theater-, Musik- und Tanz-Festivals hat Wien unter anderem seinen
Gästen zu bieten. All dies sorgt das ganze Jahr über für ein außerordentlich dichtes Programm und macht
die Stadt zu einer führenden Unterhaltungs- und Kulturmetropole Europas.
Besonderen internationalen Ruf genießt Wien als Stadt der Musik. An keinem anderen Ort der Welt haben so
viele Komponisten von Weltgeltung gelebt: von den hier geborenen wie etwa Schubert, Strauß, Schönberg oder
Berg bis zu jenen, denen Wien Heimat war, wie Mozart, Beethoven, Haydn, Brahms, Mahler u.v.a. Die Wiener
Philharmoniker zählen zur Weltspitze, ihnen eifern die Wiener Symphoniker und eine Reihe weiterer Wiener
Orchester nach. Die Wiener Staatsoper gehört international zu den führenden Häusern, außer ihr beherbergt
die Stadt noch drei weitere Opernbühnen (Theater an der Wien, Volksoper, Kammeroper).
Die Wiener Sängerknaben begeistern Musikfreunde rund um den Globus. Neben der klassischen Musik hat sich
Wien auch als Musical-Metropole profiliert, und jüngste Erfolge in der elektronischen Musik zeigen, dass
man hier auch mit aktuellsten Sounds meisterlich umgeht. Als besonderes Musikerlebnis werden im Haus der
Musik – einer mit modernster Hightech ausgestatteten Erlebniswelt zum Phänomen Musik – auf 2000 m² Klänge
sichtbar, Orgelpfeifen begehbar und Besucher zu virtuellen Dirigenten oder Komponisten. Eine weitere
Attraktion ist die Erlebniswelt Mozarthaus Vienna, die am 27. Jänner 2006 – Mozarts 250. Geburtstag – in
seinem ehemaligen Wohnhaus in der Domgasse eröffnet wurde.
Lifestyle: k. und k. Nostalgie und aktuelle Trends
Das Nebeneinander von Traditionellem wie etwa dem Kaffeehaus und dem Heurigen, die Wiens genießerische
Gelassenheit ausstrahlen, und Topaktuellem wie international renommierten Szene-Events, vom Life Ball bis
zum Festival für elektronische Musik, vermittelt das Lebensgefühl, das Touristen heute suchen: ein Angebot,
bei dem man jederzeit nach Laune zwischen Ruhe und Beschaulichkeit oder Action und Stimulation wählen kann.
Rund um den Naschmarkt, Wiens multikulturellen Obst- und Gemüsemarkt, samstags noch um einen Flohmarkt
erweitert, hat sich zum Beispiel eine vielfältige Gastronomieszene entwickelt. Die Mariahilfer Straße –
Direktverbindung zwischen der historischen Altstadt und dem Schloss Schönbrunn, der meistbesuchten
Sehenswürdigkeit Wiens – hat sich seit der Fertigstellung der unter ihr liegenden U-Bahn (U3) zur
attraktivsten Einkaufsmeile der Stadt gemausert. Richtung Prater (Riesenrad) und Copa Cagrana schwärmt
man vor allem im Sommer aus, wenn auf der Donauinsel Europas größte Freiluftparty stattfindet.
Strand-Feeling gibt es an den zahlreichen Sommerstränden am Donaukanal, wo man die warme Jahreszeit
genießen kann. Und seit ewigen Zeiten locken die Heurigenorte an den Hängen des Wienerwaldes dazu, das
Thema Wien & der Wein zu “studieren“.
Quelle: WienTourismus
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